Fördermittelrechner für Holzkessel und wasserführende Pelletkaminöfen
Stand August 2020
für Förderprogramme des Bundes

KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP)

Für Holzkessel größer 100 kW gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen. Diese betragen 20-55 EUR/kW (wenn der APEE-Zusatzbonus beantragt werden kann: insgesamt 31,20 – 71,50 € pro kW). Der KfW-Teil des MAP ist jedoch nicht Inhalt dieses Fördermittelrechners. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über diese Förderung.

Andere Holzfeuerung

Für andere Holzfeuerungen als die in der Abfrage genannten Anlagen (Holzkessel oder wasserführender Pelletkaminofen ab 5 kW Nennwärmeleistung (im Neubau nur Anlagen mit Partikelabscheider oder Brennwerttechnik), Holzkessel ohne Partikelabscheider oder Brennwerttechnik größer 100 kW Nennwärmeleistung im Neubau, streng wärmegeführte Holz-KWK-Anlage bis 2 MW) gibt es keine Bundesförderung. Ggf. gibt es in Ihrem Bundesland/Landkreis/Kommune dafür ein Förderprogramm. Eine Übersicht finden Sie beim Deutschen Pelletinstitut.

KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP)

Für streng wärmegeführte Holz KWK- Anlagen bis 2 MW gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen. Diese betragen 40 EUR/kW. Der KfW-Teil des MAP ist jedoch nicht Inhalt dieses Fördermittelrechners. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der KfW über diese Förderung.

Holzkessel größer 100 kW Nennwärmeleistung

Für Holzkessel größer 100 kW gibt es aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms (MAP) zinsgünstige Förderkredite mit Tilgungszuschüssen in Höhe von 20-55 € pro kW (wenn der APEE-Zusatzbonus beantragt werden kann ggf. von insgesamt 24-66 € pro kW). Der KfW-Teil des MAP ist in diesen Fördermittelrechner jedoch nicht einbezogen. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage der KfW über diese Förderung:

Prozesswärme

Die Wärme der geförderten Holzkessel muss zu über 50% für Prozesse, d.h. zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet werden. Maßgeblich ist hierbei die genutzte Wärme, nicht die installierte Leistung. Die Anlage muss 3 Jahre zweckentsprechend verwendet werden. Sofern nicht sicher ist, dass in dieser Zeit tatsächlich überwiegend Prozesswärme genutzt werden wird, sollte die Installation von getrennten Kesseln für Prozess- und Gebäudewärme erwogen werden. In jedem Fall empfiehlt es sich, vor der Antragstellung mit dem Fördermittelgeber Kontakt aufzunehmen und etwaige offene Fragen zu klären, um sicherzustellen, dass die Anlage auch so beantragt und errichtet wird, wie es für eine Förderfähigkeit notwendig ist.

Investition in die Holzheizanlage

Förderfähig sind die Investitionen in den Wärmeerzeuger, das Brennstofflager, den Wärmespeicher, Mess- und Datenerfassungseinrichtungen und folgende Nebenkosten: Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage, des Speichers und des Brennstofflagers.

De-Minimis-Beihilfe

Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, sind die gesamten Investitionskosten förderfähig, ansonsten nur die Investitionsmehrkosten.
Bei „De-Minimis-Beihilfen“ darf die Gesamtförderung des Unternehmens aus allen Fördertöpfen – also nicht nur die Prozesswärmeförderung! – nur maximal 200.000 Euro innerhalb von drei Jahren betragen. Das Unternehmen muss zusichern, dass dies zutrifft. Bei Überschreitung dieses Förderbetrags müssen sämtliche erhaltenen Beihilfen zurückgezahlt werden. Agrarbetriebe sind von De-Minimus-Beihilfen ausgeschlossen.

Ausgabe des Förderbetrags

Die Förderung beträgt % der Investitionsmehrkosten. Dazu muss ein Vergleich mit einer Investition in eine konventionelle Anlage gezogen werden. der gesamten Investition.

Investitionssumme Euro
Referenzkosten Euro
Förderung Euro

Der Förderbetrag wird bei Ihrem Projekt beim Höchstbetrag der Förderung von 10 Mio. gekappt, so dass der Fördersatz bei Ihrer Investition niedriger ausfällt als der Regelfördersatz.

Die Förderung kann als Tilgungszuschuss in Verbindung mit einem zinsgünstigen Förderkredit der KfW oder als direkter Investitionszuschuss des BAFA gewährt werden-
Förderfähige Holzkessel sind:
  • • sämtliche Holzheizkessel, die auch im MAP förderfähig sind.
  • • Holzheizkessel bis 100 kW: Die Möglichkeit der Nutzung des Brennwertes ist zu überprüfen und vom durchführenden Unternehmen zu bestätigen.
  • • Holzkessel ab 100 kW: Sie sind mit Abgaswärmetauscher auszustatten
KWK-Anlagen sind nicht förderfähig.

Fördermittelrechner für das Marktanreizprogramm (BAFA-Teil)

Förderfähige Holzfeuerungsanlagen im BAFA-Teil des MAP sind Pelletkessel, Hackschnitzelkessel, Scheitholzvergaserkessel, wasserführende Pelletkaminöfen und Kombikessel, die wahlweise Scheitholz/Pellets oder wahlweise Scheitholz/Hackschnitzel einsetzen können.
Alle Anlagen müssen wasserführend sein, also in ein hydraulisches Heizungsverteilsystem mit Heizkörpern eingebunden sein.
KWK-Anlagen und luftführende Pelletkaminöfen und Kessel sind nicht förderfähig.

Der Fördermittelrechner kann für den BAFA-Teil des MAP aufgrund der auf die Investitionskosten bezogenen Fördersätze nur dann ein Ergebnis liefern, wenn Sie eine konkrete Angabe zu den voraussichtlichen förderfähigen Kosten der Anlage machen. Dazu können Sie auf ein konkretes Angebot oder auf eine Schätzung der voraussichtlichen Kosten zurückgreifen.

Unternehmen
Bei Unternehmen sind grundsätzlich nur die Investitionsmehrkosten gegenüber einer Investition ohne Erneuerbare Energien förderfähig. Es ist noch nicht entschieden, bei welcher Art von Projekten trotzdem die gesamten Investitionskosten angesetzt werden dürfen. Bei Unternehmen, die De-Minimis-Beihilfen erhalten können, werden die gesamten Investitionskosten gefördert.
De-Minimis-Beihilfe
Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, sind die gesamten Investitionskosten förderfähig, ansonsten nur die Investitionsmehrkosten.
Bei „De-Minimis-Beihilfen“ darf die Gesamtförderung des Unternehmens aus allen Fördertöpfen – also nicht nur die Prozesswärmeförderung! – nur maximal 200.000 Euro innerhalb von drei Jahren betragen. Das Unternehmen muss zusichern, dass dies zutrifft. Bei Überschreitung dieses Förderbetrags müssen sämtliche erhaltenen Beihilfen zurückgezahlt werden. Agrarbetriebe sind von De-Minimus-Beihilfen ausgeschlossen.
  Bei Ihrem Projekt können die gesamten förderfähigen Investitionskosten als förderfähige Kosten angesetzt werden.
  Bei Ihrem Projekt werden nur die Investitionsmehrkosten gefördert. Bitte geben Sie im Folgenden nur die förderfähigen Investitionsmehrkosten als förderfähige Kosten an.
Austauschprämie für Ölheizungen
Wenn Sie eine alte Ölheizung austauschen, die nicht der Austauschpflicht nach EnEV unterliegt, können Sie die Austauschprämie für Ölheizungen erhalten. Diese beträgt bei förderfähigen Holzfeuerungen 45 % für die gesamte Anlage gegenüber 35 % in allen anderen Fällen.
Gas-Brennwertkessel
Wenn Sie die förderfähige Holzfeuerungsanlage (z.B. einen wasserführenden Pelletkaminofen) mit einem neuen Gas-Brennwertkessel zusammen installieren (die Anlage wird dann zu einer sog. Gas-Hybridheizung), dann sinkt der Fördersatz für die Gesamtanlage um 5 Prozentpunkte auf 40 % im Falle der Austauschprämie für Ölheizungen und auf 30 % in den anderen Förderfällen. Gas-Hybridheizungen sind allerdings nur im Gebäudebestand förderfähig. Im Neubau können Sie in diesem Fall nur die Holzfeuerungsanlage fördern lassen.
Maximal anrechenbare Kosten
Von der Art des Gebäudes hängt ab, wie hoch die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten in Ihrem Fall sind. Bei Nichtwohngebäuden sind das 3,5 Mio. Euro (Brutto), bei Wohngebäuden 50.000 Euro (Brutto) pro Wohneinheit. Wenn die förderfähigen Kosten die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten überschreiten, dann wird der Fördersatz nur auf die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten bezogen. Der effektive Fördersatz fällt dann niedriger aus als die nominellen Fördersätze in Höhe von 30 % bis 45 %.
Wohnungen
Anzahl der Wohnungen
Die maximal anrechenbaren förderfähigen Kosten betragen bei Wohngebäuden pro Wohnung 50.000 €. Daher wird die Angabe der Zahl der Wohnungen zur Berechnung der Förderung benötigt.
Vorsteuerabzugsberechtigung
Vorsteuerabzugsberechtigte Zuwendungsempfänger sind in der Regel Unternehmen. Diese können die Mehrwertsteuer von Leistungen, die sie bezogen haben, bei der Mehrwertsteuererklärung abziehen. Bei vorsteuerabzugsberechtigten Zuwendungsempfängern wird der Fördersatz auf die Nettokosten bezogen, bei allen anderen auf die Bruttokosten.
Förderfähige Kosten der Holzfeuerung
Die förderfähigen Kosten umfassen alle mit dem Heizungstausch verbundenen Maßnahmen und Geräte wie Pufferspeicher, Lager- und Transportsysteme. Dazu gehören neben den Anschaffungskosten der geförderten Holzfeuerungsanlage und ggf. der Solarthermieanlage auch die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Installation und Inbetriebnahme stehenden notwendigen Maßnahmen, wie:
    - Deinstallation und Entsorgung der Altanlage inkl. ggf. Tank
    - Optimierung des Heizungsverteilsystems (Anschaffung und Installation von Flächen-und Niedertemperaturheizkörpern, Verrohrung, Hydraulischer Abgleich, Einstellen Heizkurve etc.)
    - Anschaffung/Installation von Speichern bzw. Pufferspeichern
    - Schornsteinsanierung
    - Notwendige Wanddurchbrüche



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